Kaffee

Die Tage habe ich mal darüber nachgedacht auf wie viele verschiedene Arten man eigentlich Kaffee zubereiten kann und wie viele dieser Varianten ich selber schon gemacht bzw. probiert habe.
Angefangen hat alles damals mit dam 0815 Filterkaffee morgens am Frühstückstisch. Der hat mich da auch noch vollkommen befriedigt und mir geschmeckt. Während meiner Ausbildung habe ich das Zeug auch wieder in unnormalen Mengen konsumiert. Oftmals war der so stark das es schon ekelhaft war. Aber als Azubi musste man trinken was da ist
Irgendwann kamen dann die Kaffeepad Maschinen auf und ich habe mir selber recht bald ne Senseo zugelegt. Die besitze ich auch heute noch und trinke mal mehr, mal weniger Kaffee davon. Zwischendurch gibt es aber immer Phasen in denen mir der Kaffee aus der Senseo Maschine einfach nicht mehr schmeckt. Von billigen, nachgemachten Pads sollte man eh die Finger lassen. Die von ALDI schmecken zwar noch einigermaßen, aber alles andere finde ich abscheulich. Ich kaufe entweder die von Senseo oder welche von Jacobs oder Melitta.
Um also immer mal abwechseln zu können, habe ich mir irgendwann mal nen Bodum Kaffeezubereiter gekauft. Da schippt man einfach das Kaffeemehl rein (jeder so wie er es mag), schüttet das kochende Wasser drauf, lässt den Kaffee ziehen und drückt dann die Siebpresse runter um den Kaffeesatz vom durchgezogenen Kaffee zu trennen. Das gelingt eigentlich nie zu 100% und ein wenig Kaffeesatz hat man am Ende immer in der Tasse. Trotzdem schmeckt der Kaffee Welten besser als Filterkaffee und anders als der aus den Senseo Pads. Außerdem ist es praktischer das Teil zu nutzen wenn man für ne größere Runde Kaffee macht, da die Pads ja auch nicht ganz so günstig sind.
Nun habe ich vor ner Woche etwa die neuste Kaffee Erfahrung gemacht. Ich habe bei nem Kommilitonen (ich hasse dieses Wort!) einen Mokka getrunken. Er selbst ist Kroate und trinkt seinen Kaffee zu hause wohl immer so. Für mich war das völlig neu und ich habe ihm bei der Zubereitung einfach mal über die Schulter geschaut. Typischerweise kocht man Mokka mit einer kleinen Kanne (Ibrik oder Cezve genannt), welche man eigentlich in jedem Balkan Laden bekommt. Dort kriegt man auch den staubfein gemahlenen Kaffee (ich habe mir Minas Kaffee gekauft). Das Kännchen hat mich 3€ gekostet, das Kaffee kostet im Schnitt zwischen vier und 6€/Pfund. Pro Tasse nimmt man einen Teelöffel von dem Kaffeemehl und, je nach Geschmack, einen halben oder ganzen Löffel Zucker. Dann füllt man den Ibrik mit kaltem Wasser und kocht alles zusammen auf bis es anfängt zu sprudeln. Den Schaum der sich gebildet hat gießt man sofort in die jeweiligen Tassen und füllt das Kännchen wiederum mit Wasser auf, um es danach erneut zu erhitzen. Nachdem es abermals kocht, verteilt man den neuen Schaum und Mokka gleichmäßig auf die Tassen. Geschmacklich finde ich diese Art Kaffee zuzubereiten richtig gut. Eigentlich trinke ich meinen Kaffee immer ohne Zucker, doch dieser schmeckt mir sogar gesüßt ganz gut. Optional kann man den Zucker natürlich auch weg lassen. Der Zeitaufwand ist beim Mokka kochen ungleich höher als bei der Senseo- oder Bodumvariante, doch ich finde es lohnt sich ab und an mal etwas mehr Zeit in nen guten Kaffee zu investieren.
Wenn ich unterwegs bin schaue ich auf jeden Fall immer drauf mir dort Kaffee zu holen, wo man ihn frisch gepresst aus ner Maschine bekommt. Wie schon gesagt, Filterkaffee geht einfach gar nicht. An der Uni gibt es zum Glück einen Kiosk mit wunderbaren Maschinen die schönen, starken Kaffee produzieren. Und wie trinkt ihr euren Kaffee am liebsten??
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