shnit happens

Am Mittwoch den 07. Oktober ist es soweit, dann startet das internationale Kurzfilmfestival “shnit” – zum ersten mal auch in Köln! Ursprünglich bin ich beim Zusammenstellen meines Stundenplanes in KLIPS darauf aufmerksam geworden. Im Ergänzungsmodul 1 konnte man sich für eine Veranstaltung zum Festival eintragen. Leider hatte man aber als Erstsemester keine Chance da rein zu kommen, da in der ersten Wahlphase bereits alle Plätze belegt wurden. Die Erstsemester der Uni Köln haben aber immer erst zur zweiten Wahlphase Zugang zu KLIPS um sich für Veranstaltungen und Seminare anzumelden. Naja, mal wieder zurück zum eigentlichen Thema…

Los geht es – wie bereits erwähnt – am Mittwoch den 7. Oktober ab 20 h. Die folgenden 4 Tage sind dann vollgepackt mit Filmvorführungen im Cineneova (direkt vor meiner Haustüre), im Kölner Filmhaus und am Samstag Abend auch im Gebäude 9 in Köln. Bevor ich jetzt hier groß anfange aufzuzählen was es alles zu sehen gibt, schaut am besten selber nach – Programm. Da dürfte wirklich für jeden Filmfan was dabei sein und auch die Preise finde ich absolut fair.

Ganz geil finde ich auch die Promo rund um das Festival. Heute morgen beim Brötchen holen ist mir ein knall pinkes Fahrrad mit shnit-Werbung aufgefallen. Die Dinger sind wohl quer durch die Stadt verteilt, wer eins vor seiner Haustüre findet kann ein Foto machen und an contact@shnit.de senden. Mit etwas Glück wird dieses dann hier veröffentlicht. Ich werde auf jeden Fall gleich mal fix runter gehen und versuchen ein gescheites Foto von dem Rad zu machen. Wenns auf die Website kommt erfahrt ihr das natürlich hier. Wer jetzt noch Fragen hat oder sich weiter informieren will schaut am besten auf www.shnit.de vorbei. Auch zu empfehlen ist die Seite www.shnithappens.com , auf der man sich ein paar Filmklassiker als Kurzfilm anschauen kann. Natürlich gibt es shnit dieses Jahr auch wieder in der Schweiz, alle Infos dazu gibt es unter www.shnit.ch. Viel Spaß, vielleicht sieht man sich ja!

1 Kommentar bis jetzt

Southside 2009

Ich hab ja jetzt lange nichts von mir hören lassen, dass lag allerdings daran das ich seit Donnerstag Mittag aufm Southside in Neuhausen ob Eck war. Mein erstes Rock Festival. Ich war ja, zugegebenermaßen, etwas skeptisch. Das es vom Drumherum her geil werden würde, da bestand bei mir absolut kein Zweifel. Die Leute mit denen ich dort war sind super. Da war von ruhigen Gesprächen mit Bierchen und Kippe bis zu wildem Suff mit Abriss alles möglich. Aber wie die Acts, also die einzelnen Konzerte, für mich werden, darauf war ich doch arg gespannt. Ich höre zwar seit ein paar Monaten vermehr gitarrenlastige Musik, aber wirklich auskennen tue ich mich halt noch nicht. Im Gegensatz zu den anderen Leuten mit denen ich da war…

Donnerstag Vormittag gegen 11.30h ging es jedenfalls von Solingen aus mit 4 Autos los Richtung Neuhausen ob Eck. Wir sind die knapp 5 Stunden als Kolonne gefahren, dass ging echt super. Auf der Autobahn war kaum was los, das Wetter war riesig und so waren wir dann gegen 17 Uhr an unserem Ziel angelangt. Ich war doch etwas überrascht wie viel dort zu der Zeit schon los war. Wir standen immerhin knapp 1,5 Stunden an bis wir unser Bändchen hatten und endlich auf den Zeltplatz konnten. Wie sich hinterher herausstellte kamen wir aber genau zur richtigen Zeit an. Wir brauchten zu Fuß etwas mehr als 5 Minuten vom Auto bis zur „Schleuse“ die einen dann auf den Zeltplatz geführt hat. Je nach dem wann wir sonst angekommen wären – und vor allem wo wir dann hätten parken können – hätten es auch locker 30 bis 40 Minuten sein können. Wenn ich mir vorstelle das ich unseren ganzen Kram so weit hätte schleppen müssen… Mit 2 mal (zu zweit) laufen haben wir dann aber alles im Zelt gehabt. Bier, Essen, Schlafzeug, Tasche mit Klamotten usw. Wir waren insgesamt 11 Leute und hatten 2 Pavillons die uns die Tage über gut vor dem beschissenen Wetter geschützt haben. Donnerstag Abend war das Wetter aber noch echt gut, bis spät in die Nacht saßen wir mit T-Shirt und kurzer Hose am Grill, haben gesoffen, gegessen und gefeiert. Dank Daniel, Jörn und Olli habe ich das Wort Chaot für mich neu definieren müssen. Danke für die geilen Tage, ich hab so unglaublich viel gelacht und Spaß gehabt…

Von der Verpflegung her waren wir auch ganz gut ausgerüstet. Wir hatten ne fette Kühlbox die unser Bier echt bis Sonntag Mittag kühl gehalten hat. Super fand ich auch, dass man an mehreren Ständen auf den Zeltplätzen gekühltes 0,5er Becks für 1€ kaufen konnte. So was hab ich noch auf keinen anderen Festival erlebt, bei dem Preis kann man absolut nicht meckern. Dank Gaskocher und Campingtöpfen gab’s dann ab und an auch mal ein warmes Asia Nudelgedöns, nen männlichen Holzfällertopf (mit Bier aufgekocht :D ), grünen Bohneneintopf, Chili, Kartoffelsuppe oder – ganz klassisch – Ravioli. Zum Frühstück hatten wir Brot, Käse Salami und n bisschen Obst dabei – auch top. Blöd war nur, dass wir so gar nicht an (Instant) Kaffee gedacht haben. So durfte ich jeden morgen 10 Minuten zum einzigen Kaffeestand latschen, ewig anstehen und dann für nen kleinen Kaffee auch noch 2,50€ zahlen. Naja, nächstes Jahr denke ich halt dran. Richtig gut kam am Sonntag Vormittag unsere Melone. Schön viel (nicht alkoholische) Flüssigkeit und auch endlich mal was gesundes.

Sehr viel Spaß hatten wir auch mit den 1€ Artikeln von KIK. Konfetti, Glitzer, Glitzerschminke, ein Megaphon… Öhm, habich sonst noch was vergessen? Achja, die Luftschlangen. Die Investition hat sich gelohnt.

Musikalisch gesehen waren Clueso und Just Jack meine absoluten Highlights. Clueso alleine deshalb, weil es da diesen unglaublich geilen Moment gab. Es hat den ganzen Freitag geregnet und war relativ kühl. Dann irgendwann war Clueso an der Reihe, es war nicht wirklich viel los vor der Bühne. Ich weiß auch gar nicht mehr bei welchem Song genau es war – doch es lag schon ein wenig Melancholie in der Luft. Irgendwas Langsames hat er gespielt. Plötzlich bricht die fette Wolkendecke auf, die Sonne kommt raus und die Leute drehen völlig durch. Sieht man auch gleich unten bei den Fotos. Zumindest wie die Sonne raus kommt. Ich weiß nicht ob das jetzt so spektakulär klingt, aber das war definitiv einer DER Momente dieses Wochenendes und ich werde wohl auch immer an diesen Moment denken müssen wenn ich was von Clueso höre. Absolutes Gänsehaut Feeling. Just Jack haben auf der roten Bühne im Zelt gespielt. Der ein oder andere meiner Leser hier war ja mit mir 2007 auf dem Splash. Ihr erinnert euch noch an RJD2 und Toni L? Just Jack stand dem in nichts nach. Richtig gute Stimmung, die Leute sind abgegangen und der Schweiß tropfte von der Decke! Später am Samstag war auch noch Dendemann auf der Bühne im Zelt. Das habe ich mir natürlich auch nicht entgehen lassen, hat mich aber nicht total vom Hocker gehauen. Passend zum Festival war er mit (Rock-)Band da. Hat sehr viel von seinem letzten Album gespielt, aber auch ein paar neue Songs. Vom Stil her alles ziemlich seinem letzten Zeug ähnlich, sofern sich das auf Rockmusik gerappt vergleichen lässt. Die Menge war jedenfalls begeistert, Dende hat das auch gut gemacht und wusste die ganzen „Rocker“ schon zu begeistern.

Neben diesen 3 Acts habe ich an dem Wochenende noch Paolo Nutini, Fettes Brot, Die Ärzte, Gogol Bordello, Nneka, The Sounds, Kings of Leon, The Horrors, The Wombats, Blood Red Shoes und The Mars Volta gesehen. Zwar nicht alles komplett von Anfang bis Ende, aber ich habe mich schon bemüht recht viel (neues) mitzunehmen. Von den zuletzt genannten sind für mich auf jeden Fall noch The Mars Volta, The Wombats und The Sounds hervorzuheben. Der Rest war allerdings auch durchweg gut. Nur Nneka war etwas angepisst. Hat von Beginn an ständig ne Fresse gezogen weil es wohl leichte Soundprobleme gab, immer mal wieder ne Rückkopplung und so. Da es Laura da eh grade nicht so gut ging sind wir einfach was früher abgehauen und zurück zu den Zelten gegangen. Der Samstag war vom Wetter her auch der beschissenste Tag. Viel zu viel Regen. Sonntag war dann, sowohl musikalisch als auch wettermäßig, noch mal richtig gut. Laura und ich sind aber auch nach The Mars Volta abgehauen um nicht all zu spät wieder zurück in Düsseldorf zu sein. Um 1.30h lagen wir dann schließlich im Bett – frisch geduscht, glücklich und hundemüde. Danke noch mal an Laura, Anni, Marie, Jacqueline, Nina, Daniel, Olli, Basti, Felix und Jörn für dieses geile Wochenende, jeder hat seinen Teil dazu beigetragen das es letztlich so gut war.




Und weil ich gelernt habe das die Kings of Leon früher eh viel cooler waren und heute blöde Kommerzhomos sind, gibt es jetzt auch noch was feines auf die Ohren (und Augen!)

4 Kommentare