Wochenplan

Jaja, da habe ich mir vorgenommen wieder mehr zu bloggen und dann kam die Uni. Ist echt anstrengender und zeitintensiver als ich vorher erwartet habe. Der Leseaufwand ist extrem hoch. Locker 50-80 DIN A4 Seiten pro Woche. Dazu diverse Hausarbeiten und mein Job beim WDR. Dann ist da ja auch noch Laura, der ich auch ja und an mal gerne etwas Zeit widme ;) , und schwupps ist die Woche wieder um. Ich dachte ich lasse euch mal an meinem Stundenplan teilhaben, den ein oder anderen interessiert es ja vielleicht sogar.


Ich glaube einige Vorlesungen und Seminare sind selbsterklärend. Zu den interessantesten verliere ich einfach noch kurz ein paar Worte:

Montags steht die Vorlesungen “Medienberufe” auf dem Plan. Dort referiert jede Woche eine andere Person aus der Medienbranche über ihren Beruf. Bei der ersten Sitzung war eine Dame aus der On-Air Promotion der Firma VOX zu gast. In den kommenden Wochen des Semesters werden noch Mitarbeiter der unterschiedlichsten Bereiche des Kölner EXPRESS, des Radiosenders 1LIVE, der Süddeutschen Zeitung, von RTL, der Filmstiftung NRW usw. in die Vorlesung kommen und uns etwas über ihre Arbeit erzählen. Ein ganz guter Querschnitt durch alle Bereiche wie ich finde, außerdem interessant mal eine Vorstellung davon zu bekommen wo man evtl selber später laden könnte und eine gute Möglichkeit Fragen zu stellen.

Dienstags freue ich mich immer besonders auf das Seminar “Archiv Film”. Wir müssen uns jede Woche auf die Sitzung vorbereiten indem wir uns einen Film anschauen. Außerdme muss jeder einmal ein Referat über eines der Semesterthemen halten. Mein Thema wird “Race und Blaxploitation” sein. Auch hier bietet die Auswahl der Filme und Themen die wir das Semester über behandeln einen unglaublich guten Querschnitt. Bisher stand “The Fall” als Beispiel für World Cinema und “District 9″ für das digitale Zeitalter des Kinos auf dem Programm. Bis Semesterende sind meine Highlights auf jeden Fall “Antichrist” (Zensur und Tabubruch II: Pornographie und Gewalt), “Inglorious Basterds” (Die Postmoderne im Kino), “Casablanca” (Filmanalyse 1: Filmgenres) und “The Siege” (Soziale Energie: Audiovisuelles „Wissen“). Man lernt heir wirklich viel Interessantes über die Geschichte des Films und vor allem, das merke ich schon jetzt, fängt man an einen Film ganz anders anzuschauen und auf sich wirken zu lassen.

Mittwochs steht u.a. “Unterschichtenfernsehen” auf dem Plan. Unterschichtenfernsehen klingt erstmal spektakulärer als es ist. Ich muss sagen das unser Dozent es bisher stets geschafft hat 90 Minuten lang meine volle Aufmerksamkeit zu gewinnen. Oft entstehen interessante Diskussionen und irgendwie mag ich seine Art. Zwischen den einzelnen Seminaren muss aber viel gelesen werden, soziologische und sozialwissenschaftliche Texte. Eigentlich gar nicht mein Metier. Zumal es sich dabei auch um einen Kurs handelt der planmäßig im 3. Semester belegt werden soll. Trotzdem werde ich versuchen mich da durchzubeißen und am Ende ein Essay zu schreiben das mir mindestens ne 4.0 bringt ;)

Der Donnerstag ist immer etwas trocken. Viel Theorie in beiden Vorlesungen (hierbei handelt es sich auch wirklich um klassische Vorlesungen, unterstützt durch PowerPoint Präsentationen, ohne Diskussionen). Bei den “Medienkulturwissenschaftlichen Grundlagen” ist es wirklich schwer gewesen 90 Minuten konzentriert zuzuhören. Aber genau das ist, hier mehr als in jeder anderen Vorlesung, notwendig um das Vorgetragene wirklich zu verinnerlichen. In der ersten Sitzung ging es um McLuhan, Gehlen und Leroi-Gourhan bzw. deren anthropologische Medientheorien. Wirklich sehr interessant, aber auch höchst theoretisch. Hier schreibe ich auch eine von 2 Klausuren im ersten Semester und besuche Montag abends ein Tutorium in dem die Vorlesungen noch einmal aufgearbeitet werden.

Freitags habe ich dann nur HKI I (Historisch Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung). Definitiv sehr interessant und praxisorientiert. Begonnen haben wir hier mit HTML und werden noch weitere Markup Sprachen wie z.B. XML und SGML sowie die Gestaltung mis CSS lernen. Der zweite Teil dieses Proseminars im Sommer wird dann Statistiksoftware wie SPSS, Bildverarbeitungssoftware (Photoshop) und Geographische Informationssysteme (z.B. TNT Lite) behandeln. Die Sitzungen finden immer in gut ausgestatteneten Computerräumen statt und man kann das gerlernte direkt softwaremäßig umsetzen. Während der Stunden erarbeiten wir jeweils kleine Projekte die wir meistens zu hause noch etwas erweitern und fertigstellen müssen. Zudem hatte ich Glück mit der Uhrzeit. Ursprünglich sollte HKI I immer Freitags von 8.00h bis 9.30h stattfinden. Da wir aber über 60 Leute waren und der Kurs zweigeteilt werden musste, findet nun noch ein zweites Seminar direkt danach von 10.00h bis 11.30h statt. Somit bleibt mir das ganz frühe aufstehen erspart.

Insgesamt bin ich bisher rundum zufrieden mit meinen Studium. Wäre ja auch schlimm wenn das in der 3. Woche des ersten Semesters anders wäre. Natürlich hat es einige Nachteile (vor allem die große Anonymität) an einer riesen Uni wie der hier in Köln zu studieren, doch genau so darf man hier als Student einige Vorteile genießen. Dabei denke ich z.B. an das NRW Semester Ticket das ich umsonst bekommen habe. 365 Tage im Jahr kann ich damit quer durch NRW fahren. Die große Zahl an Studiengängen bringt zudem interessante Kurse fürs Studium Integrale mit sich und unsere instituseigene Bibliothek (also die vom Institut für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften) hat neben einer riesigen Literatur- und Zeitschriftenauswahl rund um die Medienkulturwissenschaft ein Repertoire von ca. 25.000 Filmen, Dokumentationen und Serien die auf DVD oder VHS dort angeschaut und auch ausgeliehen werden können. Auch prominente Wissenschaftler halten, mehr oder minder regelmäßig, Vorlesungen hier. Demnächst sind z.B. Marc Augé, Mitchell Schwarzer und Jay D. Bolter im Rahmen der Cologne Media Lectures zu gast. Ach ja, wer es noch nicht weiß und jetzt in irgend einer Form Interesse bekommen hat: Ich studiere Medienkulturwissenschaften mit dem Wahlfach Medieninformatik als 1-Fach BA an der Uni in Köln. Statt der Informatik kann man auch Medienrecht, Medienpsychologien, Medienmanagement oder Ökonomie und Soziologie der Medien belegen. Alle jedoch mit unterschiedlichen NC’s die teilweise unglaublich hoch liegen. Die Regelstudienzeit beträgt 6 Semester und belegt werden kann dieser Studiengang immer zum Wintersemester.

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