frei!
4. Februar 2010

Jawoll, das Semester (oder zumindest die Vorlesungen und Seminare) sind beendet. Ich habe schon eine von 2 Klausuren geschrieben und definitiv bestanden. Meine AJAX Anwendung habe ich schon programmiert, da fehlt nur noch eine passende CSS für den optischen Feinschliff. Nächsten Mittwoch steht dann noch die Klausur für medienkulturwissenschaftliche Grundlagen an. Davor graut es mir zwar noch ein wenig, aber ich habe ja auch noch ein paar Tage Zeit zu lernen. Kurz danach stehen dann noch 2 zu schreibende Hausarbeiten auf dem Programm. Die eine davon habe ich sogar schon angefangen, eine rezeptionsorientierte Figurenanalyse von Dexter Morgan anhand der Folge 2.04. Die andere, für das Seminar “Unterschichtenfernsehen”, wird sich mit einer Folge Frauentausch beschäftigen. Genauer gesagt mit der vom 21.01.2010, die gibt’s es auch noch online auf rtl2.de zu sehen. Genaue Titel fehlen mir für beide Arbeiten allerdings noch. Abgegeben werden müssen die Hausarbeiten bis zum 15.03., für die AJAX Anwendung habe ich sogar noch bis zum 31.03. zeit. Die Vorlesungen beginnen erst am 12.04. wieder, viele freie Zeit steht mir also bevor. Meinen neuen Wochenplan habe ich schon zusammengestellt, mal sehen ob ich alle Wunschseminare und Vorlesungen bekomme. Für die Semesterferien habe ich mir allerdings fest vorgenommen, die Radioausbildung bei Köln Campus zu beginnen. Just a few happy thoughts I had to get rid of
Ich mach mir jetzt ein Bier auf!
Schnittberichte
19. Januar 2010
Heute in der Uni habe ich in dem Seminar Archiv Film von der Seite schnittberichte.com erfahren. Wie wir dazu kamen ist recht interessant, deshalb die kurze Vorgeschichte: Im Mai 2000 ging die Seite als schnittberichte.de online. Weil dort teilweise sehr explizite Bilder von herausgeschnittenen Szenen gezeigt werden, musste die Seite allerdings 2002 aus Jugendschutzgründen wieder geschlossen werden. Der Besitzer wurde in Folge dessen sogar zu 12 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. 2003 ging die Seite dann wieder als schnittberichte.com online und unterlag ab diesem Zeitpunkt nicht mehr dem deutschen (sondern dem österreichischen) Gesetz.
Jetzt zum eigentlichen Inhalt der Seite. Wie dem Namen eigentlich schon zu entnehmen ist, geht es dort um Analysen und Berichte zum Schnitt von Filmen, Serien, Computerspielen, Comics und Musikvideos. Übersichtlich nach der Kategorie und dem Alphabet geordnet findet man dort insgesamt über 5000 Zensurberichte. Neben den Berichten darüber was aus Jugendschutzgründen herausgeschnitten wurde gibt es außerdem jede Menge Bildmaterial (keine Videos!) von eben jenen Stellen. Das ist teilweise nicht nur sehr interessant, sondern hat auch einen praktischen Nutzen. Vor dem Bestellen einer DVD lohnt es sich dort mal vorbei zu schauen um zu entscheiden welche Version man nun bestellen soll. Lohnt sich ein Directors Cut, oder reicht doch die FSK 16 bzw. FSK 18 Version? Wer all zu zart besaitet ist, der sollte aufpassen wo er hin klickt. Den Filmfreunden unter euch lege ich einen Besuch der Seite allerdings auf jeden Fall ans Herz.
Filme, Filme, Filme…
15. Dezember 2009
Seit ich mein Studium angefangen habe schaue ich tatsächlich noch mehr Filme als vorher. Gezwungenermaßen, aber trotzdem gerne. Deshalb habe ich meine Movie Ratings mal wieder auf Vordermann gebrachte und ein paar Filme, die ich im Rahmen des Studiums geschaut habe, hinzugefügt. Das geht von District 9 über The Fall bis hin zu Casablanca und Antichrist. Freaks, eXistenZ, Inglorious Basterds und The Ebola Syndrome stehen bis Ende des Semesters noch auf dem Plan… Bisher hat mir der Großteil der Filme auch echt gut gefallen. Richtig schlecht fand ich eigentlich nur Kabhi Kushi Kabhie Gham und The Siege. 4 Stunden Bollywood waren mir dann doch zu viel und The Siege fand ich einfach zu vorhersehbar und ohne jede Spannung. Obwohl da von der Story her echt mehr drin gewesen wäre. Die Tage will ich dann noch mit ein paar Kollegen in Avatar gehen und die DVD von Open Hearts will auch noch geschaut werden. Langeweile werde ich also sicher nicht haben. Ein richtiger Kracher wird auch noch The Ebola Syndrome. Der Film läuft zurecht unter dem Seminarthema “Trash Cinema”
Windows 7, endlich!
4. November 2009
Puh, es ist geschafft. Ich habe Windows Vista endlich hinter mir lassen können und bin nun erfolgreich auf Windows 7 umgestiegen. Dank Microsofts MSDN-AA Programm habe ich über die Uni meine Vollversion Windows 7 Pro 64Bit kostenlos bekommen und gestern nach der Arbeit direkt mit der Installation begonnen. Das ging denkbar fix, hat keine 30 Minuten vom format c: bis zum ersten Hochfahren mit Windows 7 gedauert. Natürlich habe ich vorher viel drüber gelesen. Die Tests waren ja durch die Bank weg sehr positiv, was m.E. auch wirklich berechtigt ist. Ich spare es mir an dieser Stelle alle Neuerungen aufzuzählen. Stattdessen gibt es nen schönen, aufgeräumten Desktop auf die Augen und die Aussage dazu: Holt euch Windows 7 und verabschiedet euch von Vista!
Wochenplan
28. Oktober 2009
Jaja, da habe ich mir vorgenommen wieder mehr zu bloggen und dann kam die Uni. Ist echt anstrengender und zeitintensiver als ich vorher erwartet habe. Der Leseaufwand ist extrem hoch. Locker 50-80 DIN A4 Seiten pro Woche. Dazu diverse Hausarbeiten und mein Job beim WDR. Dann ist da ja auch noch Laura, der ich auch ja und an mal gerne etwas Zeit widme
, und schwupps ist die Woche wieder um. Ich dachte ich lasse euch mal an meinem Stundenplan teilhaben, den ein oder anderen interessiert es ja vielleicht sogar.
Ich glaube einige Vorlesungen und Seminare sind selbsterklärend. Zu den interessantesten verliere ich einfach noch kurz ein paar Worte:
Montags steht die Vorlesungen “Medienberufe” auf dem Plan. Dort referiert jede Woche eine andere Person aus der Medienbranche über ihren Beruf. Bei der ersten Sitzung war eine Dame aus der On-Air Promotion der Firma VOX zu gast. In den kommenden Wochen des Semesters werden noch Mitarbeiter der unterschiedlichsten Bereiche des Kölner EXPRESS, des Radiosenders 1LIVE, der Süddeutschen Zeitung, von RTL, der Filmstiftung NRW usw. in die Vorlesung kommen und uns etwas über ihre Arbeit erzählen. Ein ganz guter Querschnitt durch alle Bereiche wie ich finde, außerdem interessant mal eine Vorstellung davon zu bekommen wo man evtl selber später laden könnte und eine gute Möglichkeit Fragen zu stellen.
Dienstags freue ich mich immer besonders auf das Seminar “Archiv Film”. Wir müssen uns jede Woche auf die Sitzung vorbereiten indem wir uns einen Film anschauen. Außerdme muss jeder einmal ein Referat über eines der Semesterthemen halten. Mein Thema wird “Race und Blaxploitation” sein. Auch hier bietet die Auswahl der Filme und Themen die wir das Semester über behandeln einen unglaublich guten Querschnitt. Bisher stand “The Fall” als Beispiel für World Cinema und “District 9″ für das digitale Zeitalter des Kinos auf dem Programm. Bis Semesterende sind meine Highlights auf jeden Fall “Antichrist” (Zensur und Tabubruch II: Pornographie und Gewalt), “Inglorious Basterds” (Die Postmoderne im Kino), “Casablanca” (Filmanalyse 1: Filmgenres) und “The Siege” (Soziale Energie: Audiovisuelles „Wissen“). Man lernt heir wirklich viel Interessantes über die Geschichte des Films und vor allem, das merke ich schon jetzt, fängt man an einen Film ganz anders anzuschauen und auf sich wirken zu lassen.
Mittwochs steht u.a. “Unterschichtenfernsehen” auf dem Plan. Unterschichtenfernsehen klingt erstmal spektakulärer als es ist. Ich muss sagen das unser Dozent es bisher stets geschafft hat 90 Minuten lang meine volle Aufmerksamkeit zu gewinnen. Oft entstehen interessante Diskussionen und irgendwie mag ich seine Art. Zwischen den einzelnen Seminaren muss aber viel gelesen werden, soziologische und sozialwissenschaftliche Texte. Eigentlich gar nicht mein Metier. Zumal es sich dabei auch um einen Kurs handelt der planmäßig im 3. Semester belegt werden soll. Trotzdem werde ich versuchen mich da durchzubeißen und am Ende ein Essay zu schreiben das mir mindestens ne 4.0 bringt
Der Donnerstag ist immer etwas trocken. Viel Theorie in beiden Vorlesungen (hierbei handelt es sich auch wirklich um klassische Vorlesungen, unterstützt durch PowerPoint Präsentationen, ohne Diskussionen). Bei den “Medienkulturwissenschaftlichen Grundlagen” ist es wirklich schwer gewesen 90 Minuten konzentriert zuzuhören. Aber genau das ist, hier mehr als in jeder anderen Vorlesung, notwendig um das Vorgetragene wirklich zu verinnerlichen. In der ersten Sitzung ging es um McLuhan, Gehlen und Leroi-Gourhan bzw. deren anthropologische Medientheorien. Wirklich sehr interessant, aber auch höchst theoretisch. Hier schreibe ich auch eine von 2 Klausuren im ersten Semester und besuche Montag abends ein Tutorium in dem die Vorlesungen noch einmal aufgearbeitet werden.
Freitags habe ich dann nur HKI I (Historisch Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung). Definitiv sehr interessant und praxisorientiert. Begonnen haben wir hier mit HTML und werden noch weitere Markup Sprachen wie z.B. XML und SGML sowie die Gestaltung mis CSS lernen. Der zweite Teil dieses Proseminars im Sommer wird dann Statistiksoftware wie SPSS, Bildverarbeitungssoftware (Photoshop) und Geographische Informationssysteme (z.B. TNT Lite) behandeln. Die Sitzungen finden immer in gut ausgestatteneten Computerräumen statt und man kann das gerlernte direkt softwaremäßig umsetzen. Während der Stunden erarbeiten wir jeweils kleine Projekte die wir meistens zu hause noch etwas erweitern und fertigstellen müssen. Zudem hatte ich Glück mit der Uhrzeit. Ursprünglich sollte HKI I immer Freitags von 8.00h bis 9.30h stattfinden. Da wir aber über 60 Leute waren und der Kurs zweigeteilt werden musste, findet nun noch ein zweites Seminar direkt danach von 10.00h bis 11.30h statt. Somit bleibt mir das ganz frühe aufstehen erspart.
Insgesamt bin ich bisher rundum zufrieden mit meinen Studium. Wäre ja auch schlimm wenn das in der 3. Woche des ersten Semesters anders wäre. Natürlich hat es einige Nachteile (vor allem die große Anonymität) an einer riesen Uni wie der hier in Köln zu studieren, doch genau so darf man hier als Student einige Vorteile genießen. Dabei denke ich z.B. an das NRW Semester Ticket das ich umsonst bekommen habe. 365 Tage im Jahr kann ich damit quer durch NRW fahren. Die große Zahl an Studiengängen bringt zudem interessante Kurse fürs Studium Integrale mit sich und unsere instituseigene Bibliothek (also die vom Institut für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften) hat neben einer riesigen Literatur- und Zeitschriftenauswahl rund um die Medienkulturwissenschaft ein Repertoire von ca. 25.000 Filmen, Dokumentationen und Serien die auf DVD oder VHS dort angeschaut und auch ausgeliehen werden können. Auch prominente Wissenschaftler halten, mehr oder minder regelmäßig, Vorlesungen hier. Demnächst sind z.B. Marc Augé, Mitchell Schwarzer und Jay D. Bolter im Rahmen der Cologne Media Lectures zu gast. Ach ja, wer es noch nicht weiß und jetzt in irgend einer Form Interesse bekommen hat: Ich studiere Medienkulturwissenschaften mit dem Wahlfach Medieninformatik als 1-Fach BA an der Uni in Köln. Statt der Informatik kann man auch Medienrecht, Medienpsychologien, Medienmanagement oder Ökonomie und Soziologie der Medien belegen. Alle jedoch mit unterschiedlichen NC’s die teilweise unglaublich hoch liegen. Die Regelstudienzeit beträgt 6 Semester und belegt werden kann dieser Studiengang immer zum Wintersemester.